Verbraucherumfrage: Influencer sollten Markenkooperationen offenlegen

  • Instagram bei 69 Prozent der deutschen Verbraucher auf Platz 1
  • 91 Prozent vertrauen Influencern, die Kooperationen transparent machen
  • 29 Prozent geben bis zu 500 Euro für beworbene Produkte aus.

München, 23. Mai 2019 – YouTubes Monopol bei Influencern ist Geschichte. Das zeigt die weltweit durchgeführte 2019 Influencer Marketing Survey* von Rakuten Marketing. 69 Prozent der deutschen Verbraucher nennen Instagram als ihre bevorzugte Plattform, wenn sie sich Inhalte von Influencern anschauen. YouTube (67 Prozent) muss sich somit um zwei Prozentpunkte geschlagen geben. Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass die Macht des Influencer-Marktes noch lange nicht nachlässt. 67 Prozent der Befragten agieren mindestens einmal am Tag mit einem ihrer bevorzugten Influencer; 42 Prozent der unter 29-Jährigen sogar mehrmals täglich. Häufig führt dies zu Kaufvorhaben und Käufen. 26 Prozent aller Befragten gaben an, täglich im Netz nach Produkten zu recherchieren, 50 Prozent machen dies einmal die Woche. 79 Prozent der deutschen Verbraucher, die einem Influencer folgen, haben sich bereits zum Kauf eines Produktes entschieden, nachdem sie einen Link dieses Influencers angeklickt hatten. Bei 39 Prozent betrug der Wert des gekauften Produktes bis zu 100 Euro, bei weiteren 29 Prozent sogar bis zu 500 Euro.

Mehrheit hat Vertrauen in Influencer und Produktempfehlung

66 Prozent der deutschen Teilnehmer favorisieren aufgenommene Videos, 60 Prozent begnügen sich mit Bildern ihrer Influencer. Livestreams bevorzugen 48 Prozent. 53 Prozent finden ihre Influencer über Social Media und immerhin 47 Prozent verlassen sich auf Tipps von Freunden und Familie. In Deutschland schätzen 37 Prozent die Offenheit eines Influencers und glauben an seine Aufrichtigkeit, wenn er ein gesponsertes Produkt vorstellt. 17 Prozent lassen sich von einer Markenpartnerschaft weder in ihrem Vertrauen zum Influencer noch zu seiner Produktkritik beeinflussen. Lediglich 37 Prozent vertrauen weiterhin dem Influencer, misstrauen aber seiner Besprechung, wenn sie wissen, dass er dafür bezahlt wurde. Insgesamt also vertrauen 91 Prozent den Influencern, denen sie folgen. 65 Prozent der Follower entdecken sogar jede Woche neue Produkte oder Marken durch die Accounts, denen sie Folgen.

Wenn ein von Influencern besprochenes Produkt das Interesse der Konsumenten geweckt hat, klicken 52 Prozent der Deutschen direkt auf einen gesponserten Link im Content von Inlfuencern, um mehr über das Produkt zu erfahren. Die anderen 48 Prozent suchen dagegen auf eigene Faust nach weiterführenden Informationen. Wenn Influencer allerdings zu viel werblichen Content veröffentlichen, ist das für 32 Prozent der Follower ein Grund, zu entfolgen.

Eine vielfältigere Mischung von Influencern

In Deutschland stehen Mode bei 42 Prozent, Gaming bei 40 Prozent, Beauty bei 37 Prozent und Prominenten bei 32 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Technik-Influencer folgen hingegen lediglich 25 Prozent, DIY (Do-It-Yourself) nur 14 Prozent und Finance sogar nur 13 Prozent. Die populärsten Influencer-Plattformen sind hierzulande Instagram mit 69 Prozent gefolgt von YouTube mit 67 Prozent und Facebook mit 51 Prozent. Twitter (25 Prozent) und Snapchat (22 Prozent) spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Marketingspezialisten setzen auch verstärkt auf den Einsatz von „Micro-Influencern“, da sie und ihr Publikum in der Regel stärker engagiert sind und man dieses Potential nutzen kann. Deutsche Marketer sind bereit Micro-Influencern bis zu 32.000 Euro für eine Kampagne zu bezahlen. Ein Youtube-Video ist ihnen 29.000 Euro wert und ein Blogpost 23.000 Euro.

Anthony Capano, Managing Director EMEA bei Rakuten Marketing, kommentiert:

„Das Influencer-Marketing hat bereits einen langen Weg hinter sich und stößt bei Konsumenten, Marken und Influencern auf immer mehr Verständnis. Die Erstellung von ansprechenden, täglichen Inhalten sind arbeits- und kostenintensiv und das wird wertgeschätzt. Es hat aber seinen Preis: Wenn Influencer Produkte bewerben, die nicht zu ihnen passen, schalten die Konsumenten ab. Es geht darum, authentisch zu sein. Marken sollten die Partnerschaft mit Influencern, die sich an ihren Werten orientieren, in den Vordergrund stellen. Influencer sollten vor allem Produkte bewerben, die zu ihrer eigenen „Marke“ passen, da sie sonst Gefahr laufen, ihr Publikum zu verlieren“.

Erfahren Sie mehr über die wachsende Rolle von Influencern im Marken- und Produktmarketing, die Wahrnehmung von Influencern und ihrer Inhalte durch die Verbraucher sowie die Entwicklung von Marken und wie Marketer die Leistung dieser Kampagnen messe. Laden Sie sich die Ergebnisse der 2019 Influencer Marketing Survey von Rakuten Marketing herunter.

* Methodik

Rakuten Marketing beauftragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Viga mit der Durchführung der zitierten Umfrage. Von Dezember 2018 bis Januar 2019 interviewte das Institut 522 deutsche Verbraucher (weltweit: 3.596) sowie 100 deutsche Marketer (700), die direkt in Influencer-Kampagnen involviert sind.

Über Rakuten Marketing

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